Shab-e Yalda
Yalda-Nach in Berlin gefeiert.
Die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin war Ende Dezember Gastgeberin einer kulturellen Veranstaltung anlässlich der Shab-e Yalda einer der ältesten und bedeutendsten Traditionen der iranischen Kultur die den längsten Abend und die längste Nacht des Jahres markiert.
Die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin war Gastgeberin der kulturellen Feier zur Shab-e Yalda
Die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin war Ende Dezember Gastgeberin einer kulturellen Veranstaltung anlässlich der Shab-e Yalda, einer der ältesten und bedeutendsten Traditionen der iranischen Kultur, die den längsten Abend und die längste Nacht des Jahres markiert.
Shab-e Yalda, die seit Jahrhunderten im iranischen Kulturraum begangen wird, symbolisiert den Übergang von Dunkelheit zu Licht und steht für Hoffnung und Geduld. Diese traditionsreiche Nacht ist eng mit familiärem Zusammenhalt und gemeinschaftlichem Beisammensein verbunden.
Das kulturelle Programm erstreckte sich über zwei Abende und brachte zahlreiche Botschafter, Diplomatinnen und Diplomaten, Vertreter der Religionsgemeinschaften, Kulturschaffende sowie kulturinteressierte Gäste aus Deutschland zusammen.
In seiner Ansprache verwies Botschafter Nili auf die zeitliche Nähe der Shab-e Yalda zum Weihnachtsfest und zum Gedenken an den 1500. Geburtstag des Propheten des Islam. Er hob hervor, dass diese Gleichzeitigkeit eine besondere Gelegenheit darstelle, über gemeinsame Werte der abrahamitischen Religionen nachzudenken – insbesondere über die universellen Konzepte von Licht, Hoffnung, Barmherzigkeit und menschlicher Würde.
Der Botschafter betonte, dass diese Tradition daran erinnere, dass selbst die längste Nacht nicht von Dauer sei und Hoffnung stets Bestand habe. Zudem unterstrich er die besondere Stellung Jesu Christi im Koran und betonte die Einheit der göttlichen Botschaft sowie die gemeinsame Mission der Propheten, die Menschheit zu Gerechtigkeit, Ethik und friedlichem Zusammenleben aufzurufen.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung befassten sich Fachvorträge mit gemeinsamen Symboliken von Nacht, Licht und Geburt in verschiedenen religiösen und kulturellen Traditionen, darunter im Christentum und Judentum. Dieser interreligiöse Dialog stieß bei den Anwesenden auf großes Interesse.
Zu den weiteren Programmpunkten zählten eine Einführung in die persische Dichtkunst mit einer Lesung aus den Werken des Dichters Hafez sowie die Präsentation des Korsi, eines traditionellen Symbols für Wärme, Geborgenheit und familiäre Nähe im iranischen Kulturraum. Abgerundet wurde das Programm durch Darbietungen klassischer iranischer Musik aus verschiedenen Regionen des Landes.
Anlässlich der Shab-e Yalda empfing die Botschaft zudem iranische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Deutschland. Die Feier bot einen besonderen Rahmen zur Stärkung kultureller Identität sowie zur Förderung des Austauschs und der Verbundenheit innerhalb der iranischen Gemeinschaft im Ausland