Die historische Burg Alamut wurde als 30. materielles Kulturerbe Irans in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Das UNESCO-Welterbekomitee beschloss auf seiner 48. Tagung im südkoreanischen Busan, die „Burg Alamut und ihre zugehörigen Befestigungsanlagen“ in der Provinz Ghazvin, nördlich von Teheran, in die Liste des UNESCO-Welterbes einzutragen.
Zum anerkannten Welterbe gehört ein zusammenhängender Komplex aus sieben historischen Burgen und Festungsanlagen: Alamut, Lambesar, Nowizar-Schah, Schams-Kalaye, Qostinlar, Schirkuh und Ilan. Das weit verzweigte Verteidigungssystem erstreckt sich über die östlichen und westlichen Täler von Alamut sowie die südlichen Ausläufer des Alborz-Gebirges.
Die zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert errichteten Anlagen zeugen von einem hohen Maß an ingenieurtechnischem und architektonischem Wissen. Ihre Erbauer nutzten die natürlichen Gegebenheiten gezielt für Verteidigungszwecke und entwickelten ausgeklügelte Konzepte zur Wasserwirtschaft, Verkehrserschließung und räumlichen Organisation.
Neben ihrer strategischen und militärischen Funktion galt die Anlage auch als bedeutendes Zentrum für Wissenschaft und Gelehrsamkeit. Mit der Burg Alamut sind unter anderem Persönlichkeiten wie der berühmte Gelehrte Nasir al-Din al-Tusi verbunden.